Auswandern nach Schottland – Ein Neuanfang im Norden Europas

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Ein beinahe unergründliches Land, mit viel Geschichte, aber auch unglaublich viel Kultur und Tradition.

Wer denkt beim Thema Schottland denn beispielsweise nicht an den starken, rauen, schottischen Akzent, der uns fasziniert, den wir aber nicht nachahmen können?

Die weiten Landschaften der Highlands, die zum Markenzeichen dieses Landes, des Vereinigten Königreichs, geworden sind. Insbesondere die Bücher von Diana Gabaldon und die spätere Verfilmung haben Ausländern einen Einblick in die schottische Geschichte und Kultur gegeben.

Dabei hat Schottland wesentlich mehr als Dudelsäcke, Whisky und das Seeungeheuer Nessie aus Loch Ness zu bieten. Was genau und einige spannende Fakten zum Land, findest du hier in meinem Artikel. Viel Spaß beim Lesen!

 

Schottland in Zahlen

SteckbriefSchottland (SCT)
HauptstadtEdinburgh
AmtsspracheEnglisch, sowie Scots und Schottisch-Gälisch
Einwohnerzahl5,5 Millionen
Fläche77.910 km²
Bevölkerungsdichte70 Einwohner pro km²
ZeitzoneUTC und UTC+1 (Sommerzeit)
WährungPfund Sterling (GBP)
Nationalfeiertag30. November (St. Andrew`s Day/Andreastag)
Ländervorwahl+44

Quellen: Office for National Statictics

 

Klima und geografische Lage

Schottland ist ein Teil von Großbritannien. Es grenzt im Süden an England und wird ansonsten komplett von der Nordsee umschlossen. Das Wetter ist eher kalt, nicht umsonst ist es die kälteste Region von Großbritannien. Zudem wird es vor allem an den Küsten von Schottland oft etwas windiger.

Der höchste Berg des Landes ist der Ben Nevis mit seinen 1.345 Metern. Der längste Fluss des Landes ist der Tay mit 193 km Länge.

 

Auswandern nach Schottland – Vor- und Nachteile

Vorteile:

 

Nachteile:

  • Sprachbarriere: In Schottland wird hauptsächlich Englisch gesprochen, dennoch gibt es dort auch Sprecher, die Schottisch-Gälisch sprechen. Aus der Volkszählung 2011 in Schottland ging hervor, dass mehr als 1,5 Millionen Schotten Schottisch sprechen. Etwas über 1 Prozent der Schotten sprechen Schottisch in ihren Heimen. Es kann also durchaus vorkommen, dass man vor Ort schottische Wörter hört und es auch von Nutzen sein kann, diese vom Gehör her aufzuschnappen, um so mit den Einheimischen besser mithalten zu können.

Das Erlernen von Englisch ist sowieso eine Voraussetzung, da man mit Deutsch allein nicht weit kommt.

  • Klima: Das Wetter in Schottland ist eher bewölkt und kalt. Natürlich scheint im Sommer auch die Sonne, allerdings ist es, verglichen mit anderen Ländern im Vereinigten Königreich, hier grundsätzlich kälter. Außer man ist ein Freund der Kälte, dann ist das Wetter ein Vorteil.

 

Wissenswertes zu Schottland:

  • Schottland ist weltberühmt für seinen Whisky. Allerdings ist es strittig, ob der Whisky in Schottland oder der Whiskey in Irland erfunden wurde. (Ich habe bewusst beide Schreibweisen verwendet, in Schottland schreibt man Whisky und in Irland Whiskey). Allerdings kann letztere Frage jeder für sich, durch einfaches ausprobieren feststellen.
  • Nessie genießt ebenfalls weltweite Bekanntheit, obwohl es nicht endgültig feststeht, ob sie überhaupt existiert. Schon seit Generationen zieht die Geschichte um dieses Seeungeheuer, welches angeblich im schottischen Süßwassersee „Loch Ness“ lebt, zahlreiche interessierte Hörer in den Bann. Bisher scheiterten allerdings alle Versuche, sie aufzuspüren. Aber wer weiß, vielleicht entdeckst du sie ja, bei deinem Besuch bei Loch Ness und selbst wenn nicht, die Landschaft dort ist traumhaft.
  • Der Kilt wird hauptsächlich von Männern getragen und ist ein Rock aus Wolle, den der Träger sich um die Hüfte wickelt und befestigt. Der Kilt reicht bis knapp ober dem Knie. Diese gehören auch zu der Uniform der Dudelsackspieler.
  • Queen Elizabeth II verbrachte jeden Sommer mehrere Wochen auf Schloss Balmoral, das in Schottland liegt. Hier hat sie auch bekannte Politiker empfangen, darunter ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher. Als auch starb sie hier am 08.09.2022.
  • Jährlich findet in Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands, ein Treffen der schottischen Clans statt. Der Begriff „Clan“ hat hier wenig mit der heute oft verwendeten Bedeutung zu tun. Es bedeutet so viel wie „Abstammung, Familie“. Zu diesem Treffen kommen Nachkommen schottischer Clans aus der ganzen Welt und schauen zu, wie die Great Clans of Scotland durch die Straßen marschieren, begleitet von Musik mit Instrumenten wie Dudelsäcken und Trommeln. Einige bekannte Namen der Highland Clans sind Douglas, Maclean, Bruce, etc. Mehr zu der Geschichte der Clans am Ende meines Artikels.

 

Einreise nach Schottland

Da Großbritannien 2017 aus der Europäischen Union ausgetreten ist, ist eine Einreise mit dem Personalausweis seit 2021 grundsätzlich nicht mehr möglich. Ein noch gültiger Reisepass ist daher zwingend erforderlich. Des Weiteren ist Schottland bzw. Großbritannien kein Schengen Mitglied.

Je nach deiner Staatsangehörigkeit und Dauer des geplanten Aufenthalts ist ein Visum erforderlich.

Da sich die Einreisebestimmungen sehr häufig ändern, musst du dich für weitere und genauere Informationen unbedingt an die für dich zuständige Stelle wenden.

Als Hilfe anbei die Seite des Auswärtigen Amtes: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/grossbritanniensicherheit/206408 und die Seite von Großbritannien: https://www.gov.uk/uk-border-control. Sowie die Botschaft von Großbritannien in Deutschland: https://www.gov.uk/world/organisations/british-embassy-berlin.de .

 

 

Die Sprache(n) Schottlands

Die Amtssprache in Großbritannien bzw. Schottland ist unter anderem Englisch. Deutsch können nur die wenigsten Schotten sprechen, daher solltest du bereits im Vorfeld unbedingt Englisch erlernen.

Englisch kannst du auf verschiedene Art und Weise erlernen. Zu einem gibt es in Deutschland zahlreiche private Sprachschulen, Universitäten und Volkshochschulen, die Sprachkurse anbieten.

Daneben besteht immer noch die Möglichkeit zusätzlich, oder auch ausschließlich, die Sprache mittels einer Sprachlernapp wie z.B. Gymglish oder Busuu zu erlernen. Oder man erwirbt Sprachlernlektüre, welche man dann im eigenen Tempo bequem zu Hause durchgehen kann.

 

Geschichte von Schottland

Ich will dir hier einen kleinen Einblick in die schottische Geschichte bieten. Dabei beginne ich ab der Zeit der Kelten. Diese bevölkerten im 6. Jahrhundert vor Christus das Gebiet um das heutige Schottland.

Einige Jahrzehnte nach Christus Geburt, versuchten die Römer die britische Insel zu erobern. Das gelang allerdings nur teilweise und der schottische Teil konnte nie erobert werden.

Daher wurde der, heut als Sehenswürdigkeit sehr bekannte, Hadrianswall gebaut. Welcher nach dem römischen Kaiser Hadrian benannt wurde.

Dieser befindet sich nahe der heutigen Grenze zwischen England und Schottland. Nach dem Ende Roms siedelten irische Skoten (ein keltischer Stamm) und Germanen auch nach Schottland. Von ersteren stammt auch der Name Schottland. Ende des 4. Jahrhunderts begann die Christianisierung Schottlands.

Es folgten Überfälle der Wikinger im Norden und Normannen siedelten in Schottland. Im zwölften Jahrhundert kam Schottland unter englischen Einfluss. Sehr bekannt für die schottische Geschichte ist Maria Stuart. Sicher hat der eine oder andere von euch auch das gleichnamige Buch von Schiller im Deutsch-Unterricht lesen müssen/dürfen.

Diese Maria Stuart hat jedenfalls einen Konflikt mit Elisabeth I. und wird genauso, wie im Buch, hingerichtet. Dies zeigt ebenfalls, dass zwischen Schottland und England von Anfang an Reibereien gab und große Teile von Schottland stets die Unabhängigkeit erlangen wollten und auch noch immer erlangen wollen.

Dies führt uns in die Moderne. Bereits 2014 fand eine Abstimmung über die Unabhängigkeit von Schottland statt. Bei welcher die Gegner eines Unabhängigen Schottlands gewonnen haben.

Dies lag teilweise daran, dass Großbritannien damals Teil der EU war und ein unabhängiges Schottland infolge der Unabhängigkeit zunächst kein Mitglied der EU gewesen wäre.

Nach dem Brexit mehren sich die Stimmen in Schottland wieder, ein zweites Referendum durchzuführen.

Mit dem Ziel, die Unabhängigkeit zu erlangen und daraufhin der EU beizutreten. Die britische Regierung steht bisher allerdings der Idee, eines zweiten Referendums, ablehnend gegenüber.

Aber wer weiß, vielleicht sieht man bereits in naher Zukunft ein unabhängiges Schottland auf der politischen Landkarte. Es bleibt weiterhin spannend um die Geschichte Schottlands.

 

Schottische Clans – Was ist das?

Bis zur fatalen Schlacht von Culloden haben die schottischen Clans einen großen Einfluss auf die Politik Schottlands ausgeübt. Im Gälischen bedeutet das Wort „Clann“ Kinder.

Ein schottischer Clan war sesshaft an einem Ort, wo sie mit ihren Mitgliedern von der Ernte und Viehzucht lebten. Seine Mitglieder waren grundsätzlich mit dem Oberhaupt des Clans verwandt.

Es kam auch oft zu Rivalitäten zwischen unterschiedlichen Clans. Wer gewann, der erweiterte das Territorium seines Clans.

Die schottischen Clans fanden jedoch ein jähes Ende bei der Schlacht von Culloden gegen die Engländer. Viele der männlichen Clanmitglieder kamen dabei ums Leben. Indem die Territorien, die den Clans gehörten, an die englische Krone abgegeben werden mussten, sahen sich viele Clanmitglieder gezwungen, Schottland zu verlassen.

 

Was ist der Unterschied zwischen Schottland, England und Großbritannien?

Schottland, England, Wales und Nordirland sind Landesteile von Großbritannien. Ganz grob zu vergleichen mit zum Beispiel Sachsen oder Niedersachsen. Diese sind Teile von Deutschland. Schottland hat seit 1999 wieder ein eigenes Parlament, welches in Edinburgh sitzt. Des Weiteren genießt es einige Autonomierechte in Großbritannien.

Alexander Deitner

Hallo allerseits! Mein Name ist Alexander und ich heiße euch hiermit herzlich auf meinem Blog Auswanderbucht willkommen. Da ich selbst davon betroffen bin, schreibe ich hier überwiegend hilfreiche Ratgeber und Beiträge zum Thema Auswandern. Neben meiner Tätigkeit als Unternehmer networke und reise ich unglaublich gerne.

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