Auswandern nach Mexiko – Leben im Land der Azteken

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Immer wieder zieht es vereinzelte deutschsprachige nach Mexiko. Einige finden hier eine neue Heimat. Während andere wiederum auf sehr großen Widerstand stoßen und teilweise nach Europa zurückkehren müssen.

In diesem Artikel gebe ich dir ein paar Informationen zu Mexiko und seinen Einwohnern.

Bereits vorweg, das nordamerikanische Mexiko ist kein Mitglied der NATO.

Dafür ist es Mitglied der Vereinten Nationen und gehört zusammen mit den USA und Kanada dem NAFTA-Freihandelsabkommen an. Sowie gehört es den G20-Staaten an. Die G20-Staaten sind ein Zusammenschluss zwanzig führender Industrienationen.

 

Länder-Übersicht: Mexiko in Zahlen und Daten

Steckbrief Mexiko (MEX)
Hauptstadt Mexiko-Stadt
Amtssprache Spanisch
Einwohnerzahl131,23 Millionen
Fläche1.972.550 km²
Bevölkerungsdichte65 Einwohner pro km²
ZeitzoneUTC-8 bis UTC-5
BIP pro Einwohner10.948 USD
Währung Mexikanischer Peso (MXN)
Nationalfeiertag16. September (Unabhängigkeitstag)
Ländervorwahl+52

Quellen: Statista ; WKO

 

Klima und geografische Lage

Mexiko liegt in Nordamerika und grenzt im Norden an die USA sowie im Süden an Belize und Guatemala.

Der Rio Grande ist mit seinen ca. 1.800 km in Mexiko der längste Fluss des Landes und der Citlaltépetl mit 5636 Metern der höchste Berg Mexikos.

Mexiko Landschaft Einöde

Aufgrund der Größe Mexikos gibt es nicht das eine Klima. Grundsätzlich kann man dennoch sagen, dass das Klima eher warm bis heiß ist.

Wüste Berge Mexiko

Im Norden des Landes gibt es viel Steppe und Hitze, während es im Süden Mexikos, in den Tropen, warm und feucht ist.

Mexiko Straße Landschaft

Daneben spielen Faktoren wie Höhe und Entfernung zum Meer eine wichtige Rolle, bei der Beurteilung des Klimas.

Mexiko Strand

 

Vor- und Nachteile einer Auswanderung nach Mexiko

Vorteile:

  • Ressorts: In Mexiko gibt es wunderschöne Ressorts, die einen oder auch mehrere Aufenthalte wert sind. Aufgrund verschiedenster Vorkehrungen gibt es hier in der Regel kaum bis gar keine Kriminalität. Durch die Lage dieser Resorts und der geschützten Abgrenzung, ist es eher unwahrscheinlich, dass man Opfer von Kriminalität wird. Dieses ist notwendig, da häufig Personen diese Resorts besuchen, für die der härtere Umgang auf den Straßen unbekannt ist, wie man es auf Mexikos Straßen häufiger antrifft.
  • Lebensunterhaltungskosten: Die Lebensunterhaltungskosten, sind meist niedriger als in Deutschland oder Österreich.
  • Wetter/Klima: Wer Sonne und das warme Wetter mag, kann hier auf seine Kosten kommen.
  • Infrastruktur: Im Vergleich zu anderen Ländern aus der Region, ist die Infrastruktur in Mexiko gut.
  • Natur/Landschaft/Strände: Die Natur und Landschaft sind in Mexiko einzigartig. Mexikos Strände sind traumhaft und zählen zu den schönsten der Welt.

 

Nachteile:

  • Sprachbarriere: In Mexiko wird Spanisch und nicht Deutsch oder Englisch gesprochen.
  • Korruption: Korruption spielt in Mexiko leider eine große Rolle.
  • Kriminalität: Mexiko hat ein sehr großes Kriminalitätsproblem. Einige Gegenden des Landes sollten auf keinen Fall betreten werden. Daneben empfiehlt es sich sehr, in einem mit Zaun und Wachleute gesicherten Viertel zu leben. Sowie sollte man Streitigkeiten mit der einheimischen Bevölkerung stets aus dem Weg gehen, als auch möglichst keine Wertsachen in der Öffentlichkeit tragen. Die Mordrate in Mexiko ist äußerst besorgniserregend.
  • Arbeit/Verdienst: Zwar gibt es in Mexiko auch gut bezahlte Jobs, aber grundsätzlich gibt es hier weniger gutbezahlte Arbeit, als in Europa.

 

Wissenswerte Fakten zu Mexiko:

  • Mexiko war zweimal Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft 1970 und 1986 (Ersatzausrichter für Kolumbien). Des Weiteren organisiert es zusammen mit den USA und Kanada die Fußballweltmeisterschaft 2026. Mit drei Austragungen gehört es dann zum Rekordausträger von Herren Fußballmeisterschaften.
  • Die mexikanische Halbinsel Yucatán lockt jedes Jahr Millionen von Touristen weltweit an. Hier können zahlreiche Maya-Überreste bestaunt werden, darunter auch Chichén Itzá. Sie gilt auch als einer der sichersten mexikanischen Regionen.
  • Die indigene Kultur des heutigen Mexikos hat auch im 21. Jahrhundert Spuren in unter anderem der deutschen Sprache hinterlassen. So stammt das Wort Schokolade aus dem Nahuatl „xocolatl“ und bedeutet so viel wie Kakaowasser.
  • Deutschland mag zwar das Land der Brauereien und des Bieres sein, der weltweit größte Exporteur dieses alkoholhaltigen Getränks ist jedoch Mexiko.
  • Nicht erst seit dem Hype um die Avocado im Westen ist mexikanische Cuisine in vielen Ländern beliebt, darunter Tacos, Enchiladas, Tortillas, Burritos, Guacamole und viele weitere Gerichte. Wen verwundert es daher, dass die mexikanische Cuisine zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO erklärt wurde.
  • Mexiko punktet nicht nur mit seinen traumhaft, paradiesischen Stränden. Der mexikanische Naturschatz bietet neben den weltbekannten Pyramiden der Maya und Azteken auch faszinierende „Cenotes“. Dieses sind Höhlen gefüllt mit Wasser, die ein einzigartiges Badeerlebnis bieten.

 

 

Mexiko Strand
Foto: Forbes Advisor

 

Sprache in Mexiko

In Mexiko wird Spanisch gesprochen. Insbesondere außerhalb von Touristengegenden wird in der Regel kein Englisch und schon recht kein Deutsch gesprochen.

Daher ist es unabdingbar, Spanisch zu erlernen. Dies solltest du möglichst bereits vor dem Aufenthalt in Mexiko tun.

Spanisch kann auf verschiedene Art und Weise in Deutschland gelernt werden. So gibt es die Möglichkeit einen Sprachkurs an einer Volkshochschule, Universität oder privaten Sprachschule zu belegen.

Sowie kann es ergänzend oder alternativ mit klassischem Lehr- und Übungsbuch bequem in Ruhe zu Hause gelernt werden.  Eine Empfehlung von mir hierfür: Hueber Spanisch lernen*

Daneben gibt es noch zahlreiche Sprachlernapps wie zum Beispiel Gymglish oder Busuu auf dem Markt.

Das Wichtigste ist, dass du regelmäßig am Spanisch lernen dran bleibst. Dann werden deine Spanisch-Kenntnisse mit der Zeit immer besser.

 

 

Geschichte von Mexiko:

Hier stelle ich dir die Geschichte Mexikos, als kurze Zusammenfassung vor.

Ich beginne dabei mit der Zeit, in der Spanien das Gebiet des heutigen Mexikos erobert hatte. Dies war 1519. Zuvor und auch danach lebten indigene Ureinwohner in diesem Gebiet. Die Azteken und Mayas herrschten davor hier. Die Spanier erhofften sich durch ihre neue Kolonie, Gold und Schätze zu erobern und dadurch das spanische Königreich mächtiger werden zu lassen.

Dafür kämpften sie militärisch gegen die Azteken, welche sie auch am 13.08.1521 endgültig besiegten. Damit endete auch die Zeit der grausamen Menschenopfer der Azteken. 1535 wurde Mexiko Teil vom Vizekönigreich Neuspanien.

Die Conquista Spaniens hat bleibende Spuren bei der mexikanischen Bevölkerung hinterlassen. Dabei ist es schwierig zu sagen, ob alle oder nur einige negativ waren, zumal es heutzutage schwierig ist, die historischen Fakten zweifelsfrei zu rekonstruieren und wissen. Auf jeden Fall unstrittig haben die von den Spaniern eingeführte Infrastruktur und das Bildungssystem in ganz Mexiko auch einen positiven Nebeneffekt gehabt.

Die Mehrheit der Mexikaner bekennt sich heute zum Christentum und hier insbesondere zur katholischen Kirche. Dennoch gilt Mexiko leider auch zu den Top 50-Ländern, in welcher die Christenverfolgung am höchsten auf der Welt ist, Quelle Opendoors. Dies liegt unter anderem auch an den großen Kriminalitätsproblemen.

Allerdings sind nicht nur Christen von der Gewalt betroffen, ebenfalls leidet die mexikanische Zivilbevölkerung sehr unter der Gewalt. Schutzgelderpressungen und Entführungen mit Folter gehören in einigen mexikanischen Regionen zum Tagesalltag dazu.

Anfang des 19. Jahrhunderts kämpften von 1810 bis 1821 die Mexikaner um ihre Unabhängigkeit. Dies endete in die mexikanische Unabhängigkeit, welche zwar bereits 1810 ausgerufen wurde, allerdings erst am 24.08.1821 nach erfolgreichem Kriegsverlauf, im Vertrag von Córdoba faktisch durchgesetzt wurde. Es begann die Zeit des ersten mexikanischen Kaiserreichs. Durch den verlorenen Amerikanisch-Mexikanischen Krieg (1846-1848), verlor Mexiko große Teile seines Gebietes an die USA.

Es folgten eine Intervention von Frankreich, das zweite mexikanische Kaiserreich, mexikanische Republik, … . Weitere Ausführungen von mir hierzu würden jedoch den Rahmen sprengen.

Durch die steigende Nachfrage aus den USA nach illegalen Drogen und der Zerschlagung von Pablo Escobars Drogenkartell in Kolumbien, verlagerte sich der Drogenhandel verstärkt von Kolumbien nach Mexiko. Mit der logischen Folge von steigender Gewalt.

Der mexikanische Präsident Felipe de Jesús Calderón Hinojosa erklärte 2006 inoffiziell den Drogenkartellen den Krieg. Aufgrund mehrerer Faktoren, insbesondere der Korruption von Polizei und Militärs, kann dieser Krieg allerdings mittlerweile als verloren betrachtet werden. Ob der Drogenkrieg und die extreme Kriminalität in Mexiko jemals beendet werden kann, weiß man nicht. Hoffen wir, dass der Frieden bald Einzug hält.

Einige amerikanische und europäische Großunternehmen haben unter anderem aufgrund der niedrigen Lohnkosten in Mexiko Fabriken eröffnet. Diese Arbeitsangebote an mexikanische Arbeitskräfte kann langfristig den Effekt erzielen, dass Mexikos Wirtschaft einen Aufschwung erlebt. Sowie ist es einer der Gründe, warum Mexikos Wirtschaft gewachsen ist.

 Wenn du mehr über Mexiko und seine Geschichte erfahren willst, dann kann ich dir dieses Buch* hierfür empfehlen.

Alexander Deitner

Hallo allerseits! Mein Name ist Alexander und ich heiße euch hiermit herzlich auf meinem Blog Auswanderbucht willkommen. Da ich selbst davon betroffen bin, schreibe ich hier überwiegend hilfreiche Ratgeber und Beiträge zum Thema Auswandern. Neben meiner Tätigkeit als Unternehmer networke und reise ich unglaublich gerne.

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